Das Oberlandesgericht München hat in seinem Urteil vom 29.10.2010 (Az. 10 U 3255/10) entschieden, dass der Verdienstausfall bei Selbstständigen grundsätzlich nach der sog. Bruttolohnmethode zu bestimmen ist und nicht anhand des Nettobetrages zu bestimmen ist. Das Oberlandesgericht München (OLG München) hat damit einer Selbstständigen nach einem Verkehrsunfall Ersatz für ihren erlittenen Verdienstausfall zugesprochen. Der zu schätzende Betrag bestimmt sich anhand des angenommenen Gewinns vor Steuern. Würde die Klägerin lediglich anhand des Nettobetrages einen Verdienstausfall zugesprochen werden, müsse diese darauf wiederum Steuern zahlen, so dass ein doppelter Abzug entstehen würde. Dieses ist jedoch nicht angemessen.

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