Nachdem der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 01.12.2010 (Az. I ZR 55/08) entschieden hatte, dass eine Internetplattform zum Preisvergleich für zahnärztliche Leistungen nicht gegen das Berufsrecht der Zahnärzte verstoße, hat nunmehr das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Anlehnung an die vorherige Entscheidung am 08.12.2010 entschieden, dass Zahnärzte sich an Internetportalen zum Preisvergleich beteiligen dürfen (Az. 1 BvR 1287/08). Nach dem Urteil verstoße ein Zahnarzt trotz fehlender vorheriger Untersuchung nicht gegen seine zahnärztlichen Berufspflichten, wenn dieser sich an Internetangeboten beteilige, worin eine unverbindliche Kosten­schätzung des Zahnarztes abgegeben werde. Ein gegenüber einem Zahnarzt zuvor ausgesprochenes Verbot zur Beteiligung an Internetportalen zum Preisvergleich verstößt damit gegen die Berufsfreiheit des Zahnarztes aus Artikel 12 Abs. 1 Grundgesetz (GG).

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