Polizeibeamten wurde durch Urteil vom 25.01.2011 durch das Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG Lüneburg) (Az. 5 LC 178/09) ein weiterer Freizeitausgleich für geleistete Bereitschaftsdienste während des Castor-Transportes im Jahr 2005 zuerkannt.

Nach dem Urteil ist es unzulässig, die geleisteten Bereitschaftsdienste eines Polizeibeamten hinsichtlich des Freizeitausgleiches anders als Volldienst zu behandeln, wenn der Bereitschaftsdienst in Form persönlicher Anwesenheit am Arbeitsplatz geleistet werden muss und der Beamte jederzeit während des Bereitschaftsdienstes dem Dienstherrn zur Verfügung stehen musste, um sofort seine Leistungen erbringen zu können. Dieses betonte der fünfte Senat des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg, welcher damit der Klage eines Polizeibeamten im Berufungsverfahren stattgegeben hatte und die beklagte Zentrale Polizeidirektion Hannover verpflichtete, dem Kläger für die geleisteten Bereitschaftsdienste im Rahmen des Castor-Transportes im Jahr 2005 in vollem Umfang Freizeitausgleich zu gewähren.

Zwar wäre nach der Arbeitszeitregelung für den Polizeivollzugsdienst vom 25.05.1992 der Bereitschaftsdienst nur mit 25 Prozent auf die regelmäßige Arbeitszeit anzurechnen. Dies sei vorliegend jedoch rechtswidrig. Das OVG Lüneburg hat die Revision zum Bundesverwaltungsgericht wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtsfrage zugelassen.

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