Der Bundesfinanzhof (BFH) urteilte am 13.10.2010 (Az. VI R 12/09), dass die Kosten für den nachträglichen Einbau einer Flüssiggasanlage in ein zur Privatnutzung überlassenes Dienstfahrzeug nicht als Sonderausstattungskosten in die Bemessungsgrundlage für die sog.  Ein-Prozent-Regelung  zur pauschalen Berechnung des zu versteuernden geldwerten Vorteils einzubeziehen ist. Zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage sei gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG (Einkommenssteuergesetz) der Zeitpunkt der Erstzulassung maßgeblich. Da die Kosten für den Einbau erst nach der Erstzulassung entstanden waren, waren diese nicht steuererhöhend als in die Bemessungsgrundlage für die Ein-Prozent-Regelung zu berücksichtigen.

Es kann daher steuerrechtlich sinnvoll sein, dass ein Fahrzeug nicht gleich mit einer Flüssiggasanlage neu anzuschaffen, sondern diese erst nachträglich einbauen zu lassen, sofern der Neuanschaffungspreis dadurch niedriger ist und das Dienstfahrzeug auch privat genutzt werden soll.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Anfahrtsskizze

Scheidestraße 24a
30625 Hannover

Telefon 0511 / 31 25 26

Rufen Sie einfach an!