Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) kann ein Unfallge­schädigter in der Regel die vom Sachverständigen geschätzten Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes nur abrechnen, wenn der Unfallgeschädigte das Fahrzeug mindestens sechs Monate weiternutzt und es zu diesem Zweck, falls dieses er­forderlich ist, verkehrssicher zumindest teilweise reparieren lässt. Vor Ablauf der Sechs-Monats-Frist kann ein Unfallgeschädigter die tatsächlich entstandenen Reparaturkosten, welche den Wiederbeschaffungswert nicht übersteigen, regelmäßig nur dann ersetzt ver­langen, wenn er konkret den angefallenen Reparaturaufwand geltend macht. Eine fiktive Abrechnung scheidet dagegen aus.

Von fiktiver Abrechnung spricht man in diesem Zusammenhang, wenn die vom Sachverständigen ermittelten voraussichtlichen Reparaturkosten gegenüber der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung geltend gemacht werden, ohne das Fahrzeug tatsächlich reparieren zu lassen.

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