Das Finanzgericht Hessen (FG Hessen) hat in seinem Urteil vom 13.12.2010 (Az. 3 K 1060/09 entschieden, dass eine ansonsten im Ausland lebende Flugbegleiterin aufgrund einer lediglich 26 qm großen „Standby-Wohnung“ unbeschränkt steuerpflichtig wird. Das Urteil des Finanzgerichts Hessen wurde am 09.02.2011 veröffentlicht. Klägerin war eine im europäischen Ausland lebende Flugbegleiterin, die im Bundesgebiet für lediglich seltene, beruflich veranlasste Übernachtungen eine 26 qm große spartanisch eingerichtete Wohnung in der Nähe ihres festen Einsatzflughafens gemietet hatte. Tatsächlich übernachtete die Klägerin lediglich selten in der Wohnung.

Das Hessische Finanzgericht Kassel bestätigte nun die Auffassung des Finanzamtes, dass die im Ausland lebende Flugbegleiterin in Deutschland uneingeschränkt steuerpflichtig ist. In der Urteilsbegründung  führt das Gericht aus, dass die auch nur geringfügig genutzte Wohnung einen Wohnsitz im Sinne des § 8 AO (Abgabenordnung) begründe und dieses zu einer uneingeschränkten Steuerpflicht in Deutschland führe.

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