Am 26.04.2002 hatte ein 19-jähriger ehemaliger Schüler des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums einen Amoklauf durchgeführt, bei welchem 16 Menschen getötet wurden und sich der Täter anschließend selbst tötete. Die Klassenlehrerin des Amokläufers beantragte eine Opferentschädigung, welche dieser verwehrt wurde. Dagegen klagte die Lehrerin bis zum Landessozialgericht Thüringen. Dieses entschied in seinem Urteil vom 10.02.2011 nunmehr, dass die mittlerweile 59-jährige Klägerin keinen Anspruch auf Opferentschädigung hat.

Die Lehrerin war am Tattag wegen einer Krankheit selber nicht in der Schule anwesend. In ihrem Entschädigungsantrag hat die Lehrerin jedoch eine posttraumatische Störung geltend gemacht. Einen Entschädigungsanspruch gibt es jedoch nur bei Verwandten der Opfer oder besonderer persönlicher Nähe, erklärte das Gericht in seiner Urteilsbegründung. In dem vorliegenden Fall vermochten die Richter einen solchen Fall nicht zu erkennen.

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